Aus dem Nichts geboren

Es sollen diese täglichen Beiträge ja auch Freude machen. Nur Freude, eigentlich. Sie sind so kurz, dass zumindest ich sie schon mal lese. Darum geht es. Meine Bücher lese ich nicht, zumindest darin bin ich mit Thomas Mann vergleichbar. Bis man ein Buch raushaut, hat man so lange darin und daran rumgemacht, bis man sich seiner nur noch so schnell wie möglich zu entledigen bemüht, indem man es durch Nichtbeachtung straft und keinesfalls liest. Wozu auch, man würde nur wieder neue Schwächen und jede Menge Fehler finden. Peter Handke macht das vermutlich oder hat es vermutlich lange gemacht, er hat, wie ich ihn einschätze, die Enprodukte seiner literarischen Anstrengung, als sie in Buchform vorlagen, mit strengem Auge begutachtet und sich regelmäßig grün und blau geärgert. Manchmal war ein Buch wohl auch zu seiner Freude und Zufriedenheit ausgefallen. Handke ist und bleibt eben unberechenbar.

Und so ist jeder ein wenig anders, mit einer ihm entsprechenden Haltung ausgestattet. JEDEM DAS SEINE, gewissermaßen. Wie das bei Autorinnen ist und ob bei den Schreiberinnen so etwas wie JEDER DAS IHRE gelte, müsste ich recherchieren. Bei den Männern, zumindest bei Mann, Handke und mir (wow) ist das so.

Und so werde ich jetzt gleich meine Zeilen nochmals lesen und darüber staunen und mich freuen, wie es zu diesem Schöpfen aus dem Nichts gekommen ist.

Zufrieden grüßt