d15 – Urlaub in den Räumen der documenta

Auf den früheren documentas musste man immer so viel bedeutende Kunst anschauen und dann auch noch verdauen. Das ist diesmal ganz anders.

Gleich am Eingang des geschichtsträchtigen Baus empfängt die Besucher Spiellärm von Kindern, nicht aus Lautsprechern, nicht als Videoinstallation, sondern analog, alles total in echt. Manche tollen auf dem Indoorspielplatz rum, andere produzieren Texte oder drücken Stempel an die Wände des berühmten Museums.

Weiter hinten im Raum kommt der Kleinkinderbereich, da ist es ruhiger, doch ebenfalls großräumig und heiter. Ein besonderes Vergnügen ist ein Video direkt neben den Räumen, wo Babies Dinge erkunden. Im Film geht es ebenfalls um das Erkunden und um Babies, beziehungsweise um ein Baby, das vor laufender Kamera laufen oder mit den Gezeiten umgehen lernt.

Der Film entführt die Betrachter ans Meer, wir hören das Rauschen der Wellen, das Schreien von Möwen. Manchmal gluckst der kleine Star auf der Leinwand, weil das Wasser wieder einmal seine Füßchen umwässert. Und während man sich das anschaut und sich freut, kommen aus dem Off wirkliche Stimmen von spielenden Kleinkindern.

Jetz frage nur bitte niemand, was das alles mit Kunst zu tun habe. Immerhin findet die Performance in den Räumen des Fridericianums statt und zwar als Beitrag im Rahmen der aktuellen documenta fifteen. Mehr Kunst gibts nirgends zur Zeit 😇