d15 – Mei, so was

Das dritte Meydan-Wochenende der documenta ist vorbei. Es gab viel zu essen, Spektakel, Queeres, eine Sauna, die kalt war, Akrobatinnen auf einem Container, eine Noodle-Schlacht mit Musik dazu, es gab Abwasch und Trockenklo, jede Menge Nogkrong an allen Ecken, Bier, Disko, schöne fremdländische Menschen, auch Kunst auf dem Campus. Überall Volksfeststimmung und Mittelmaß und gute Laune.

Der ehemalige Präseident der Stiftung Weimarer Klassik, Bernd Kaufmann mit Sitz im Weimarer Schloss, hatte sich als oberster Chef der Kultur in der Kulturstadt erlaubt, ein Kunstfest ohne Thüringer Bratwürstchen auszugeben. Er fand, Würstchen seien seiner und der Kultur in Weimar nicht würdig. Das Volk hatte dagegen protestiert. Und es hatte bewirkt, dass dem Mann Schritt für Schritt die Stuhlbeine am Stuhl, auf er saß, abgesägt wurden, so lange, bis er seinen Posten verlor (oder aufgab, da gibt es verschiedene Interpretationen) und die Leitung von Schloss Sanssouci in Berlin übernahm, wo er jetzt mit Erfolg wirkt.

Ich habe heute Leute von ruangrupa auf dem Meydan gesehen, sie waren zufrieden und denken nicht daran, woanders hinzugehen.

Gruß