d15 – Zusammenleben

Fridericianum, Ausschnitt. Links eine der sechs Graffiti-Säulen, rechts eins der fünf künstlichen Schwalbennester.

Am Fridericianum sind rechts oberhalb des Eingangs über den Fenstern überproportionale Schwalbennester angebracht worden. Es seien auch schon Vögel gesichtet worden, die sich das interessiert angeschaut hätten, berichtet die Zeitung.

Das Firdericianum soll diesmal Lebensort sein. Wie eine Küche und ein Schlafsaal, die für die Künsterinnen und Künstler in den Räumen des ehrwürdigen Gebäudes eingerichtet werden, damit sie dort leben, so werden auch Tiere zum Mitmachen eingeladen, wenigstens indirekt und eher symbolisch, denn richtig leben werden Schwalben in diesen hingepappten Dingern nicht können, außerdem ziehen sie ja schon bald gegen Süden.

Mal sehen, ob der NABU die Nester als echte Schwalbennester in seine Rasterformate aufnehmen wird. Sollte dies geschehen, dürften diese Teile nicht mehr vom Gebäude entfernt werden, jedenfalls nicht so leicht. Dann müssten sie aus Naturschutzgründen über die Dauer der documenta hinaus unfreiwillig bleiben. Für die documenta selbst dürfte das kein Problem sein, im Gegenteil, die Betreiber haben ja schon angekündigt, dass sie weiterwirken möchten, auch wenn die ducmenta längst vorbei ist.

Gruß