Des Mittelstands ungeahnte Reserven

Zur Zeit geht die Rede, dass der Mittelstand abgeschafft werde. Die Mächtigen wollten nur Arme! Diese Rede ist nicht neu, wird aber dringlicher diskutiert als noch vor einigen Jahren, und zwar weltweit. Die Großen würden immer größer und unverschämter, der Mittelstand dagegen werde immer ärmer. Verurteilt zum Verschwinden. So ist die Logik.

Sie leuchtet ein, wird aber, wenn üpberhaupt, in Zwischenschritten erfolgen. Einer der Zwischenschritte sind die Rücklagen des so genannten Mittelstand. Es gibt gigantische Rücklagen und die können die Konzerne anscheinend noch lange abmelken. Beweise dafür liegen auf der Hand, allen einsehbar, wenn sie mal auf ihr und ihrer Nachbarn Tun einen Blick werfen.

Es will mir denn doch wohl niemand weismachen, dass die wirklich armen Menschen für Milliarden Dollars, Euro und Pfund bei Amazon bestellen und andere Dienstleister mit Aufträgen vom PC aus zudecken. So lange sich der bedrohte Mittelstand noch immer massenweise Pakete ins Haus liefern lässt, ist es noch einige Zeit hin bis zu seinem Verschwunden-Sein.

Der Mittelstand bereitet sich schon bald 365 Tage im Jahr auf Weihnachten vor, so kommt es mir jedenfalls vor. Und in meine Wut gegen Coronasieger und überhaupt Marktgewinner wie Bezos mischt sich die noch viel größere Wut auf seine Kunden, zu denen mein Freundeskreis, meine Familie, irgendwie fast alle Menschen gehören, vermutlich auch Du, Menschen mit Rückgrat, wollte ich sagen, jedenfalls Menschen mit Rücklagen, nota bene.