Die Sonne und die platonischen Ideen

Sie ist laut Platon ein Wesen, das uns die Welt gegenständlich macht und uns allen hier auf der Erde das Leben und unser Gedeihen schenkt, immer schon und immerdar, während sie sich selbst weder erhellt noch am Wachstumsgeschenk, das sie uns macht, teilnimmt. Es ist die Sonne mit ihrem Licht und ihrer Wärme.

Thomas Mann kam auf die Idee, das Prinzip der Sonne nicht nach den Gesetzen des Apollinischen zu beschreiben, sondern mit den Kategorien des Dionysischen. Das gibt sicher auch einen Aspekt des Sonne wieder, einen Aspekt, der sich durchsetzen kann, aber nicht typisch für das ausgewogene Sonnenwirken auf der Erde ist.

Platon war selbstverständlich näher dran als Mann, viel näher, ist doch klar, Mann. Was hat Thomas Mann schon wirklich mit der Sonne zu tun? Diese Frage darf wohl sein, aber lassen wir den Herrn. Platon ist auch bei mir näher dran und deshalb gebe ich hier noch seine Einschätzung der Gesamtlage. Er sah in der Sonne und ihrem Wirken für die Erde die Idee der Wahrheit und des Guten am Werk. Und leicht ist die dritte seiner Ideen im Sonnenwirken zu erkennen, denn das wunderbare, herzerhellende und seelenerwärmende Wirken unserer Sonne steht im Zeichen des Schönen.

Das alles ist seit Jahrtausenden bekannt. Hohe Zeit, sich so intensiv wie möglich wieder daran nicht nur zu erinnern, sondern aufzurichten.

Mit Gruß