Milan

Im Traum ist mir ein Mensch namens Milan erschienen. Er hatte einen dunklen Teint und war voller Lebendigkeit, immer draußen in der Natur. Aus einer Mischung von Pflege indianischer Kultur und asiatischer Weisheiten ging er wie ein Indigener durch unsere aufgeklärte Welt und wirkte äußerst anziehend.

Wenn er sprach, war in jedem Satz seine Begeisterung für die Gegenwawrt und für das Leben spürbar. Beim Thema Religionen wurde er scharf und verurteilte sie, gleich welcher Ausprägung sie auch waren. Sie hätten zu viel Schaden und Missstand unter die Menschen gebracht und Zwist und Machtgefälle. Deshalb sei keiner von ihr nachzustreben und wer glauben wolle, solle seine Glaubenskräfte auf anderes als Kirchen lenken. So sprach er gerne, lang und mitunter heftig, war sonst aber freundschaftlich und friedlich.

Sein Name glich dem Tier, das er verkörperte. Wie der schwarze Milan beherrschte er den Raum, in dem er sich bewegte. Freiheit war das wichtigste Wort in seinem Wortschatz, Freiheit um zu schaffen und zu gestalten. Milan lebte wie der Vogel, der wusste, was er zum leben brauchte und sich das was er brauchte wie ein Raubvogel holte, ansonsten aber wenig bleibende Spuren hinterließ.

Und nicht nur bei den Religionen, bei vielen Begriffen, die durch die Welt der Menschen geistern, hielt er das Stopschild hoch und empdahl uns, diese weder öffentlich zu gebrauchen noch überhaupt in ihren Katgorien zu denken. So verwarf der den Begriff Angst, den der Weltanschauungen und den unschönen Begriff Verschwörungstheorie, sie seine allesamt lebensfeindlich und unverbindlich, ja trennend.

Er selbst kam ohne diese und überhaupt ohne Begriffe aus, dieser Mensch Milan, der mir im Traum begegnete. Stattdessen war in jeder Faser seiner Erscheinung das Leben selbst, seine Energie und Strahlkraft und auch der Hauch seiner liebenswürdigen Vergänglichkeit.

Einen schönen Tag wünsche ich,

herzlich