Das Wort eines Weisen

Es gebe genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier, sagte Mahatma Gandhi einmal. Wäre nur noch zu klären, wo die Bedürfnisse aufhören und die Gier beginnt? Diese Grenze auszuloten lohnt sich. Doch sie wird nicht durch Debatten und Diskussionen festzulegen sein, sondern durch strenge Befragung der eigenen Seele, die weiß ganz genau, was in unsere Bedürfnispyramide hineingehört und was rausfällt.

Und wie so oft bei kniffligen Lebensfragen, ist auch bei dieser Frage die große Gefahr abzuweichen und bei anderen den Maßstab der Bedürfnisse anzulegen. Dort sehe ich sehr wohl, wie es um den Hubraum seines Autos oder um die bewohnte Gesamtfläche seines Anwesens steht. Doch diese Vergleiche sind unnütz, ja illegitim und kontrainduktiv. Selbst mit mir selbst sollte ich mich nicht vergleichen, sondern ich komme am weitesten in dieser überlebenswichtigen Frage, wenn ich nach innen lausche und dort die Frage groß werden lasse, wo ich gerade ein Bedürfnis befriedige und wo die Gier am Werk ist.

Ich weiß, bei diesem Thema geht es sehr schnell sehr heiß zu, deshalb Schluss an dieser Stelle und für diesen Moment.

Grüße