Kritiker der AFD nannten ihren Wahlkampf einen Stammtisch-Wahlkampf.
Die AFD selbst sagt, sie habe sich als einzige Partei strikt und authentisch um reale Alltagsprobleme gekümmert.
Was neben Kritik und Selbstlob den Begriff Stammtisch-Wahlkampf mit einiger Berechtigung rechtfertigt, dürfte die Tatsache sein, dass AFD-Vertreter*innen tatsächlich in Kneipen, auf Märkten, Bahnhöfen und in viel begangenen Straßen Menschen ansprachen. Dabei haben sie, wie Berichte darstellen, vor allem zugehört: «Ich höre dir zu, endlich hört dir jemand einfach nur zu.» Und dann, am Schluss des «Gesprächs» ein freundliches Schulterklopfen und die einmütige Bemerkung: «Mir geht es wir dir, mich drücken die gleichen Probleme.» Das gibt gemeinsame Stärke.
Wie er auch immer im Detail abgelaufen sein mag, der Wahlkampf in Sachsen-Anhalt, bei dem ich nicht anwesend war, das Wort «Stammtisch-Wahlkampf» motiviert mich dazu, eine Verhinderung solchen Tuns zu unterlassen.
Es wäre doch nur eine Art Stammtisch-Haltung, nicht wahr.

