Leben Kinder grundsätzlich anders als die Elterngeneration? Wenn ja, wie ist dann Dialog möglich? Wo zwischen ihnen gibt es dann Resonanzen?
Mein Leben, schon in der Jugend, war komplett anders als das meiner Eltern. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, mit ihnen über das Wählen zu reden. Oder sie zu meinen Geburtstagen einzuladen. Auch nicht zur Hochzeit. Sie gingen wählen – und ich ahnte auch was – schlimm genug. Mir kam das Wählen schon damals nicht in den Sinn.
Heute ist vieles anders, nur die Kluft ist geblieben.
Um vor meinen Kindern mein Nicht-Zur-Urne-Gehen zu rechtfertigen, bin ich gerade auf der Suche nach einem Zitat von Peter Handke, das klar und nachvollziehbar ausführt, warum er als Schriftsteller nie wählen gegangen ist.
Ich bringe es noch bei, dieses Zitat, wenn ich es finde, auch wenn das meine Kinder nicht versöhnen wird.

