NOVALIS Clip 25

Wieder alles aktuell, was das von Novalis vor über 200 Jahren durch mich vor 25 Jahren zur Gegenwart gedacht wurde. Ich denke nicht, dass das beunruhigen muss, im Gegenteil, es hilft, auf drängende Ereignisse mit etwas Atem draufzuschauen.

Der ganze Text des Clips, beginnend auf S.94 meines Novalisbuches, 62. Tag, Samstag, 3. März 2001, Kassel:

«‹In lang hinab gesunkenen Zeiten,
Ich will sie in mir vorbereiten,
Entstand, nicht unweit hier,
Aus einem Urzustand Natur,
Ein tief gepflegtes Wesen.

Teilzuhaben an einer großen Welt,
Die sich in einem Innern hält
Und ohne Glanz, in aller Würde
Des Lebens schwere Alltagshürde
Benimmt und aus dir strömt.

Weh, wer in diesem Wesen lebt,
Zu Höherm sich das Innre regt,
Und weh, wenn einer außen bleibt,
Er merkt noch nicht, wie’s reibt
Und wie die Welt im Krebsgang schwindet.› (NOVALIS)

Vielleicht gibt es auch (!) hier nur ein ENTWEDER – ODER.
ENTWEDER wir die Welt mit NOVALIS der Paukenschlag der Wandlung, still wahrlich wie gutes, unversetztes Wasser, und tief wie das Meer an tiefen Stellen seines Wassers.
ODER sie wird zur unbewussten Bedrohung, leider Bedrohung und leider leider unbewusst, oder, noch schlimmer und genau: die Selbstwahrung der Unbewusstheit wird von einer intellektuellen Schärfe überstrahlt, die ein Gefühl von Unvermögen durch Besetzung des Unbewussten nicht erkennt, aber in der Selbsteinschätzung scharfer Reflektiertheit der Welt einen antiwesenhaften Geist aufdrückt.
Mit dem Starkwerden der Grünen, zu deren Parteigründung der Novaliskenner Beuys als Gründungsmitglied Kraft und Energie vergab, wird der Kampf gegen dieses Wesen militant.
Schmerz und Berklemmung, zur politischenm Gegenwart in aller Ohnmacht ja zu sagen, denn bis in die Geldabgaben tut einer mit einem Staat mit, der an seinem Erbe Verrat übt und unter dem schon im Sozialismus beängstigend aufgelebten, bei den Grünen noch militanter geweordenen Begriff der Political Correctness alles Leben vergiftet.»

Gruß