Mein neuestes Buch über den Dichter im Krieg, Hermann Kükelhaus, kriegt Verstärkung. Gestern erfuhr ich, dass die längst vergriffene sogenannte Grebe-Ausgabe wieder aufgelegt werden soll. Das war mein Wunsch, und der Verlag erfüllt ihn nun.
Damit sind wichtige Weichen für ein Hermann-Kükelhaus-Revival gestellt im Sinne eines Parallelprozesses: Mein Buch legt die Biografie des Dichters frei, die Grebe-Ausgabe bietet sämtliche Prosatexte und Gedichte von ihm.
Ich freue mich sehr, dass dies alles gerade jetzt auf dem Buchmarkt erscheint. Es ist ein Beitrag zur Besinnung in Kriegsfragen und legt uns nahe, was mit Menschen im Krieg passiert, wie sie bestialisiert und wie ihre Gedanken zersplittert und die Gefühle zerrieben und Beziehungen unmöglich gemacht werden.
Wer glaubt, nur ein Terror der Abschreckung garantiere ein Überleben in Frieden, wird durch diese Auseinandersetzung gründlich in Fragestimmung versetzt.
Ob Hermann Kükelhaus eine Anleitung zum Pazifismus ist, soll deiner eigenen Beurteilung überlassen bleiben, wovon ich allerdings überzeugt bin, ist, dass jede Zeile, die er geschrieben hat, Anlass zur Besinnung gibt.

