Ich beobachte am Himmel in letzter Zeit viele Greifvögel, mehr als früher…

Und höre, dass unsere ach so liebreizenden Singvögel um ihr Überleben kämpfen.
Liegt es daran, dass größere Vögel die Brut der kleineren räubern und dadurch ihre kleinen Brüder und Schwestern dezimieren?
Ist es in der Vogelwelt also wie in der Menschenwelt? Dort fressen beispielsweise die großen Konzerne die kleinen. Auch ist es so, dass, wer viel Geld hat, sich an privater Geldvermehrung vergnügt (Aktien, Geldanlagen, Sparsysteme), während Arme immer rigoroser ohne Geld auskommen müssen, was bekanntlich nicht gut endet.
Wie klug meine Gedanken auch klingen mögen, vielleicht sind es nichts als blinde Annahmen.
Dafür spricht, dass der Hauptgrund für die Zunahme der Raubvögel in den letzten Jahren der erfolgreiche Artenschutz sein soll – und Artenschutz hat rein gar nichts mit Fressen und Gefressenwerden zu tun.
Meine Gedanken kommern vermutlich daher, dass ich viel autofahre – und auf den Autobahnen liegt das Futter für die Raubvögel bereit, wohlfeiles Futter, das jederzeit, wenn wieder ein Tier auf einer Kühlerhaube aufschlägt, zusätzlich vermehrt wird.
Deshalb kreisen diese fleischfressenden Riesenvögel über uns, wohl nur deshalb.
Und die Kühlerhaube meines Autos kann jeden Moment die Statistik der Kadavermenge nach oben treiben und damit noch mehr Raubvögel anlocken und mich erst recht zu falschen Annahmen verleiten.

