Mehr oder weniger oder nichts davon

Ich beobachte, wie borniert viele Menschen mit sich selbst umgehen. Sie stellen sich unter den Scheffel oder riechen nach latentem Größenwahn. Und sie überhöhen ihr Gegenüber oder schauen auf es hinunter. 

Wieso ist die Begegnung auf Augenhöhe so schwer? Die Begegnung, die Räume öffnet? Die eigenes zurückstellt, ohne dass das Eigensein verlorengeht? Die das andere an den Ort stellt, wo es hingehört? Ohne Überbewertung? Ohne Abwertung? Ohne alles, was da so schnell dazwischen schießt und die Atmosphäre verdunkelt?

Braucht es für die goldene Mitte, die groß und alles andere als eine langweilige Mitte ist, braucht es dazu mehr als die wertvolle Ressource «gesunder Menschenverstand»? 

Und, letzte Frage, warum geht diese Ressource seit einigen Jahren so dermaßen den Bach hinunter?