Wie sehr Denken in unserem Alltagsleben fragmentiert ist, zeigt sich zur Zeit an der Niedrigwasserstandsdebatte.
Die Wassermenge im Rhein steht auf einem historischen Tiefstand. Der Fluss führt nur ein Drittel des Wassers, das sich sonst durch sein Flussbett wälzt, melden die Nachrichten.
Zeit für Minister, sich wortlaut für das Wohl des Volkes, sprich der Wirtschaft, stark zu machen. Man müsse die Rinnen, in denen die schweren Schiffe aufzulaufen drohen, eben ausbaggern, damit das Wasser wieder tief genug sei und weiterhin die bisherigen schweren Lastenkähne ihre schweren Lasten rauf und runter ziehen könnten.
Ist das nicht ein durchwegs fragmentiertes Denken? Wie tief kann man einen Kanal, in welchem kein Wasser mehr fließt, ausbaggern und dabei erwarten, dass es er danach wieder ein Fluss mit Wasser wie vorher sei?!
Wie würde es Minister*innen, überhaupt Politiker*innen gehen, wenn sie integral denken würden?
