Kategoriearchiv: Blog

«Live for today!»

Manche Teebeutel der Firma Sonnentor sind mit kleinen Merksprüchen versehen. Auf der einen Seite steht das englische Original, auf der anderen die deutsche Übersetzung davon. Weil die Übersetzungen teilweise sehr schlecht sind, geben sie Anlass zu Überlegungen, während Du so Deinen Tee schlürfst. «Live for today!» weiterlesen →

Geistesgrößen segmentiert

Heute am Mittagstisch erzählte der Gast von einem Seminar mit einer berühmten Performerin, die sich mit Joseph Beuys und Rudolf Steiner beschäftigt. Sie habe erzählt, dass sie bei den beiden Geistesgrößen ihr Werk und die unproblematischen Seiten ihres Lebens von dem trenne, was man ihnen wegen ihres Nationalismus und Antisemitismus vorwerfe. Geistesgrößen segmentiert weiterlesen →

Freiflug

Wie weit es mit der Freiheit der Vögel sei und inwieweit sie sich gegenseitig engmaschig kontrollieren, überlasse ich den Vogelkundlern zur Beurteilung. Dennoch, ich nehme an, dass das Leben der Vögel, wie das der meisten anderen Tiere, wenig von der Freiheit bestimmt sei. Freiflug weiterlesen →

Johannikäferchen, das war einmal

Ich erinnere mich gut an die Johannitage in meiner Kindheit in den Bergen. Die Wiesen waren frischgemäht, wir rannten abends noch lange barfuß herum und verfolgten belustigt Leuchtkäferchen. Wir sammelten sie in Gläsern und kippten sie auf dem Esstisch vor dem Haus aus. Von unserem Schlafzimmer im ersten Stock aus konnten wir durch die geöffneten Fenster runterschauen und beobachten, wie die Käferchen in die Ritzen Johannikäferchen, das war einmal weiterlesen →

Die Shrimps

So funktioniere das Hirn, erzählte Gerald Hüther einmal in einem seiner Vorträge, in denen es ihm manchmal eher um die Belustigung des Publikums geht als um die Mitteilung von Fakten: Der Mann ruft in der Anwaltspraxis seiner Frau an, die sehr busy ist. Er sagt: «Du weißt, dass wir heute Besuch zu Hause haben.» «Gut, dass Du mich daran erinnerst», sagt die Gattin, «ich geh dann noch schnell einkaufen, ok?» Und so kauft sie nach Büroschluss ein und trägt zwei Tüten durch den Centralpark nach Hause, in ihnen gibt es Sekt, Snacks, einen Salat, Avocados und Zitronen. Sie hat an alles gedacht. Es dunkelt schon, ein Mann tritt aus einem Gebüsch, stellt sich ihr in den Weg, reißt den Mantel auf, er ist ein Exhibitionist. Sie denkt: «Mist, ich hab’ die Shrimps vergessen!» Die Shrimps weiterlesen →

«Mein Bauchgefühl»

Das mit meinem Bauchgefühl ist so eine Sache. Ich brauche es oft bei wichtigen Entscheidungen, beim Klettern oder in Gesprächen. Auf mein Bauchgefühl kann ich mich verlassen. Doch es gibt Bereiche, wo es nicht passt. Autofahren beispielsweise tue ich ohne Bauchgefühl, da befolge ich die Verkehrsregeln, basta. Wenn ich Bußgelder bekomme, dann wegen Regelmissachtungen, da habe ich dann einfach zu viel riskiert oder ein Tempolimit übersehen. Ich bin dann einfach zu schnell gefahren, aber ich bin noch nie wegen meines Bauchgefühls über eine rote Ampel gerollt, ist das schlichtweg keine Option? «Mein Bauchgefühl» weiterlesen →

«No Sports»

Ich bin mir nicht sicher, wie verzichtsvoll Churchills Auspruch «No Sports» war, sah er doch nicht gerade aus wie jemand, der sich gern bewegte. Jedenfalls ist die Frage, wieviel Sport es denn bitte sein darf, eine wirklich ernste Frage. Wieviel Energie fließt in den Sport? Wieviel von der Gesamtenergie bleibt dann für anderes übrig? «No Sports» weiterlesen →

Lärm

Schallwaffen können hörbaren Lärm verbreiten, aber auch unhörbar mit Frequenzen operieren, die unseren Körper traktieren, ohne dass wir merken, woher die Beeinträchtigung kommt. Schallwaffen sind nichttödliche Waffen, sie machen Personen kampfunfähig oder sie vertreiben sie, beispielsweise Flüchtlinge, jedoch sie töten nicht, jedenfalls ist das Töten nicht das eigentliche Ziel. Doch weil Todesfälle Lärm weiterlesen →