Archiv der Kategorie: Blog

BEUYS

Mein Beitrag zum 100. Geburtstag von Joseph Beuys ist keine Erkenntnis, sondern eine Frage. Es bleibt dabei. Es ist die Frage: «Beuys, wer bist Du?» Ohne Vornamen, in der Anrede mit dem Du. Soviel ‹Du› sei erlaubt, mit noch mehr ‹Du› will ich sein Wesen nicht provozieren. BEUYS weiterlesen

Buchenwald

Auch in den kleinen Dingen, gerade in ihnen, habe ich die Wahl.

Buchenwald. Ich gehe aus dem Haus auf einen Spaziergang und lasse meinen Gedanken freien Lauf. Schnell gerate ich in Denkschleifen. Ein hässliches Haus zieht meine Gedanken abwärts. Doch ich brauche gar keinen äußeren sinnlichen Anlass, um in meinen Gedanken in schlechte Energien abzudriften. Buchenwald weiterlesen

In der Nacht unterwegs

In den Nächten sind die Menschen so richtig unterwegs. Was sie am Morgen dann manchmal erinnern, ist erstaunlich bis erschreckend, manchmal besetzt es den ganzen Tag und nicht selten ist es schier unerträglich. Doch meistens wird es vom Wachbewusstsein vergessen, verdrängt, zurückgestoßen. Ade, der Alltag hat mich wieder. In der Nacht unterwegs weiterlesen

«Im Grunde müsste ich freiwillig verzichten»

So gründlich an einer Sache vorbeireden kann nur, wer im Grunde keine Wahl hat.

Und Vincent Munier hat wahrscheinlich keine Wahl, weil er triebgesteuert ist. Sein Buch Zwischen Fels und Eis, eines der schönsten Bücher, das ich je in Händen hatte, endet mit den Zeilen: «Manchmal möchte ich laut hinausschreien: ‹Liebe Fotografenfreunde, fahrt nicht dorthin, weder zum Wolf noch zum Leoparden.› Ich wage, es zu schreiben. Ich verstehe die Anziehungskraft mancher Bilder. «Im Grunde müsste ich freiwillig verzichten» weiterlesen

Mimikry

Es gibt bestimmte Tiere, die sich zu schützen, indem sie sich der Gestalt oder Farbe von Tieren anpassen, die von deren Feinden gefürchtet werden und von den veränderten Tieren sich nun auch fürchten, weil sie mit den zu fürchtenden verwechselt werden. Mimikry weiterlesen

John Cage besonders aktuell

Er hatte Recht, John Cage, seiner Zeit voraus und Früherkenner dessen, wie in westlichen Ländern mit der Kunst und Kultur umgegangen wird. Wir könnten dies auch ohne ihn erkennen, beispielsweise daran, dass in Deutschland viele Berufskünstlerinnen und Berufskünstler von Format in einem Jahr so viel verdienen wie die bestverdienenden Automanager in zwei Stunden verdienen, nämlich etwa 10.000,- €. Künstler kommen oft nicht mal auf so viel, Manager hingegen John Cage besonders aktuell weiterlesen