Mein Beitrag zum 100. Geburtstag von Joseph Beuys ist keine Erkenntnis, sondern eine Frage. Es bleibt dabei. Es ist die Frage: «Beuys, wer bist Du?» Ohne Vornamen, in der Anrede mit dem Du. Soviel ‹Du› sei erlaubt, mit noch mehr ‹Du› will ich sein Wesen nicht provozieren. BEUYS weiterlesen
Archiv der Kategorie: Blog
Wie gründlich Gründlichkeit danebengehen kann
Gegen Gründlichkeit ist nichts einzuwenden, finde ich. Doch im Augenblick fühle ich mich ob der Gründlichkeit, mit der heute Geschichte betrieben wird, restlos ohnmächtig. Zwischen dem hundertsten Geburtstag von Sophie Scholl vorgestern (* 9. Mai 1921) und dem hundertsten Geburtstag von Beuys morgen (* 12. Mai 1921) ist Stunk angesagt. Wie gründlich Gründlichkeit danebengehen kann weiterlesen
Buchenwald
Auch in den kleinen Dingen, gerade in ihnen, habe ich die Wahl.
Buchenwald. Ich gehe aus dem Haus auf einen Spaziergang und lasse meinen Gedanken freien Lauf. Schnell gerate ich in Denkschleifen. Ein hässliches Haus zieht meine Gedanken abwärts. Doch ich brauche gar keinen äußeren sinnlichen Anlass, um in meinen Gedanken in schlechte Energien abzudriften. Buchenwald weiterlesen
Vor allem: Leiden
Leiden, das ist ein dreifaches Teekesselchen, mindestens.
«Das große Leiden, Zeitgenosse zu sein», das ist der eigentliche Grund meines heutigen Tagesgedanken. Da gibt es viel zu leiden, jedenfalls für mich. Vor allem: Leiden weiterlesen
In der Nacht unterwegs
In den Nächten sind die Menschen so richtig unterwegs. Was sie am Morgen dann manchmal erinnern, ist erstaunlich bis erschreckend, manchmal besetzt es den ganzen Tag und nicht selten ist es schier unerträglich. Doch meistens wird es vom Wachbewusstsein vergessen, verdrängt, zurückgestoßen. Ade, der Alltag hat mich wieder. In der Nacht unterwegs weiterlesen
«Im Grunde müsste ich freiwillig verzichten»
So gründlich an einer Sache vorbeireden kann nur, wer im Grunde keine Wahl hat.
Und Vincent Munier hat wahrscheinlich keine Wahl, weil er triebgesteuert ist. Sein Buch Zwischen Fels und Eis, eines der schönsten Bücher, das ich je in Händen hatte, endet mit den Zeilen: «Manchmal möchte ich laut hinausschreien: ‹Liebe Fotografenfreunde, fahrt nicht dorthin, weder zum Wolf noch zum Leoparden.› Ich wage, es zu schreiben. Ich verstehe die Anziehungskraft mancher Bilder. «Im Grunde müsste ich freiwillig verzichten» weiterlesen
Hätte Bill mein Angebot angenommen!
Auch wenn seit zwei Tagen vom Fiasko geredet wird und die teuerste Scheidung die Menschheit in Atem hält und wir uns zurecht fragen, was haben sie denn nun noch alles vor, die beiden Bills und Belindas, die jetzt vielleicht ja mit noch mehr Foundations ungefragt den Globus glücklich machen, auch wenn diese Scheidung zur Zeit Hätte Bill mein Angebot angenommen! weiterlesen
Mimikry
Es gibt bestimmte Tiere, die sich zu schützen, indem sie sich der Gestalt oder Farbe von Tieren anpassen, die von deren Feinden gefürchtet werden und von den veränderten Tieren sich nun auch fürchten, weil sie mit den zu fürchtenden verwechselt werden. Mimikry weiterlesen
Ach diese «Mehr-Als-Menschliche-Welt»
David Abram hat in seinem wunderbaren Buch Im Bann der sinnlichen Natur ausgeführt, wie wichtig bei der Betrachtung der Natur sei, dass wir Menschen selbst ein Teil der Natur seien. Wer sich bewusst dem eigenen Atem zuwendet, kann über diesen Zusammenhang ohne Mühe und sofort die nötige Erhellung erfahren. Ach diese «Mehr-Als-Menschliche-Welt» weiterlesen
John Cage besonders aktuell
Er hatte Recht, John Cage, seiner Zeit voraus und Früherkenner dessen, wie in westlichen Ländern mit der Kunst und Kultur umgegangen wird. Wir könnten dies auch ohne ihn erkennen, beispielsweise daran, dass in Deutschland viele Berufskünstlerinnen und Berufskünstler von Format in einem Jahr so viel verdienen wie die bestverdienenden Automanager in zwei Stunden verdienen, nämlich etwa 10.000,- €. Künstler kommen oft nicht mal auf so viel, Manager hingegen John Cage besonders aktuell weiterlesen
